von Stephan Solomon
Heimatverein Hardenburg blickt auf ein aktives Vereinsjahr zurück
Jahreshauptversammlung in Hardenburg: Stabausmarsch, Theaterabend und neue Homepage als Highlights – Energiekosten bereiten Sorgen
Hardenburg. Der Heimatverein Hardenburg hat bei seiner Jahreshauptversammlung ein reges Vereinsjahr Revue passieren lassen. Vorsitzender Manfred Rings begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder – und gedachte zu Beginn der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Hans-Ulrich Diehl, Elsbeth Feitner und Erika Blesinger-Ohm.
Stabausmarsch und Jubiläumsvortrag als Glanzpunkte
Zum vierten Mal seit der Pandemie zog der Stabausmarsch am 15. März durch Hardenburg.
Rund 50 Kinder besuchten insgesamt 22 Ausgabestellen und sangen das Stabauslied – ein Brauch, der im Stadtteil fest verwurzelt ist. Neu in diesem Jahr: Erstmals bot der Verein vorab einen Bastelabend im Alten Spritzenhaus an, bei dem zwölf Personen gemeinsam Stabausstecken fertigten.
Einen besonderen Akzent setzte der Vorsitzende mit einem Festvortrag zum 90-jährigen Vereinsjubiläum: Anlässlich des 160. Waldfestes sprach er über „Den Wald als Lebensgrundlage und die Gaststätten als sozialer Knoten” – auf der Vereinshomepage nachlesen, ergänzt um zahlreiche historische Bilder.
Vielfältiges Programm, treue Helfer
Neben dem Fastnachtsfeuer – mit rund 80 Besuchern gut besucht – war der Theaterabend mit der Hemshofschachtel erneut ein voller Erfolg: Etwa 170 Gäste erlebten das Stück „Alles Paletti”. Auch bei der Kerwe 2025 zog der neu gestaltete Festplatz viele Besucher an. Der Verein engagiert sich zudem bei Arbeitseinsätzen rund um das Insektenhotel, drei Brunnenanlagen, den Rastplatz Herrenbrunnen und die Beweidung des Schlossbergs – alles
ehrenamtlich.
Seit 20 Jahren übergibt der Heimatverein bei der Abiturfeier einen Preis für den Jahrgangsbesten im Fach Geschichte. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Aurelia Ernst aus Wachenheim.
Energiekosten und Mitgliederzahl
Einen Wermutstropfen liefert die Heizkostenabrechnung: Für das „Alte Spritzenhaus” in der Kaiserslauterer Straße muss der Verein für 2025 rund 1.463 Euro an Gaskosten tragen – und zusätzlich 500 Euro nachzahlen. Trotz sinkender Gaspreise liegt der Verbrauch wieder deutlich höher als in den Vorjahren.
Die Mitgliederzahl beläuft sich zum 31. Dezember 2025 auf 165 Personen, darunter neun unter 18 Jahren. Drei neue Mitglieder konnten im vergangenen Jahr gewonnen werden.
Ausblick: Mühlen-Infotafel und Freiwilligentag
Für das laufende Jahr plant der Verein unter anderem eine neue Infotafel zum Thema „Mühlen” sowie die Pflege des Themenwegs „Brezelstein” im Rahmen des Freiwilligentags der Metropolregion Rhein-Neckar (12.–20. September 2026). Auch die Lavendelwiese am Insektenhotel soll bepflanzt werden.
Ein Antrag der Familie Welz machte auf den schlechten Zustand des Hans-Zachert-Pfades aufmerksam. Der Verbindungsweg zwischen der B 37 und dem Oberen Gaistal liegt in städtischer Hoheit – die Verwaltung habe laut Vorsitzendem zugesagt, ihn wieder in Stand zu setzen, zumal die „Himmelsleiter” als Alternativweg gesperrt sei.
Abgerundet wurde die Versammlung durch einen Vortrag von Rolf Jochum über „50 Jahre Aktion Limburg – 50 Jahre Höhen und Tiefen” sowie die Vorstellung der neu gestalteten Vereinshomepage.
Ehrungen:
40 Jahre: Wilma Bruch, Horst Baumann, Horst Exner, Walburga + Leo Martin,
Gerhard Mayer, Ursula + Lothar Nonhebel, Claus Ortner, Bernd
Ortner, Willi Rutz, Gerhard Siering, Elke + Martin Welz
35 Jahre: Karl-Heinz Berger, Joachim Berger, Erwin Kiechle, Reiner Krieg
30 Jahre: Gabi Behret, Karl Friedrich Engel, Dieter Strock
25 Jahre: Hans-Günther Uhrig
Wer den Jubiläumsvortrag nachlesen möchte, findet ihn unter der Heimatverein-Homepage.

