Dorfgeschichte

Der Orts­be­zirk Har­den­burg (etwa 1100 Ein­woh­ner) liegt idyl­lisch zwi­schen Wäl­dern im Ise­n­ach­tal, zir­ka 3 km vom Orts­zen­trum Bad Dürk­heim ent­fernt, und wir vom kla­ren Bach Isen­ach durch­flos­sen, der in den Rhein mün­det.

Struk­tur von Har­den­burg: ein Forst­amt, ein Säge­wer­ke, zwei Papier­fa­bri­ken, eine Kin­der­ta­ges­stät­te, eine pro­fa­nier­te katho­li­sche Kir­che und eine pro­tes­tan­ti­sche Kir­che, ein Fried­hof (auf die­sem ruhen 54 Gefal­le­ne des zwei­ten Welt­krie­ges), zwei Gas­stät­ten sowie wei­te­re Gast­stät­ten im Isenachtal/Jägerthal (Aus­kunft gibt die Tou­ris­tik der Stadt Bad Dürk­heim, Tele­fon 06322/935140) https://www.bad-duerkheim.de/

Har­den­burg ist als Aus­gangs­punkt für Wan­de­run­gen in die nähe­re Umge­bung zu geschicht­li­chen Stät­ten bes­tens geeig­net. Z.B. die Klos­ter­rui­ne Lim­burg, See­bach und Hönin­gen, Schlan­gen­wei­her, Her­zog­wei­her, Ise­nach­wei­her, Weil­ach in Nähe kel­ti­scher Ring­wall, Bis­mark­turm, Non­nen­fels, Rahn­fels, Burg­rui­ne Schloss­eck, Alte Schmelz, Sau­pferch, Dra­chen­fels, usw..

Drei Ver­ei­ne bele­ben das Orts­ge­sche­hen: der ASV (all­ge­mei­ner Sport­ver­ein), Hei­mat- und Vogel­schutz­ver­ein (Vogelschutzverein-Hardenburg.de) die Rund­wan­der­we­ge und Vogel­schutz­lehr­pfad ange­legt haben. Wich­tigs­tes Orts­fest ist die all­jähr­lich statt­fin­den­de Ker­we (Kirch­weih), die seit über 600 Jah­ren am vier­ten Wochen­en­de im Juni gefei­ert wird. Har­den­burg pflegt eine Part­ner­schaft zum Ort Dabo im Depart­ment Moselle/Frankreich, die frü­her zu den Graf­schaf­ten der Lei­nin­ger gehör­te.

Der Orts­be­zirk Har­den­burg wir über­ragt von der rie­si­gen Burg­rui­ne Har­den­burg (180 m lang und 90 m breit). Die Burg wird erst­mals in einer Urkun­de des Jah­res 1214 genannt. Sie wur­de zum Schutz des benach­bar­ten Klos­ters Lim­burg von den Graf­schaft Lei­nin­gen ange­legt, da die Lei­nin­ger ab 1205 die erb­li­che Schutz­vog­tei über das Klos­ter erhal­ten hat­ten. Ab 1317/18 wur­de die Burg auch Resi­denz der Graf­schaft Lei­nin­gen-Har­ten­burg. Nach­dem die Lei­nin­ger im Jah­re 1471 in ihrem Haupt­ort Dürk­heim einen Krieg gegen den Hei­del­ber­ger Kur­fürs­ten Fried­rich ver­lo­ren hat­ten, bau­ten sie von 1480 bis 1580 die Har­den­burg zur Kano­nen­burg aus. Bis etwa 1735 war die Har­den­burg Resi­denz, dann zogen die Lei­nin­ger ins neu­erbau­te Schloss nach Dürk­heim um. Die Har­den­burg wur­de jedoch wei­ter­hin als Jagd­schloss und Förs­te­rei genutzt. Im Jah­re 1778 wur­den die Har­den­bur­ger Lei­nin­ger zu Fürs­ten ernannt. In Fol­ge der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on wur­de 1794 das Schloss in Dürk­heim sowie die Har­den­burg von den fran­zö­si­schen Trup­pen nie­der­ge­brannt. Die Lei­nin­ger muss­ten über den Rhein flüch­ten.

Im Jah­re 1803 wur­den die Fürs­ten zu Lei­nin­gen von Napo­le­on für ihren links­rhei­ni­schen Ver­lust ent­schä­digt. Sie erhiel­ten die ehe­ma­li­ge Bene­dik­ti­ner­ab­tei in Amor­bach mit wei­te­ren Besit­zun­gen im Oden­wald. In Amor­bach resi­diert die — von der Har­den­burg stam­men­den —  Fürs­ten zu Lei­nin­gen heu­te noch. Die Lei­nin­ger in Amor­bach sind die ein­zi­ge Lei­nin­ger Linie, die nicht aus­ge­stor­ben ist.

Die Har­den­burg, die dem Land Rhein­land-Pfalz gehört (ver­wal­tet von Bur­gen, Schlös­ser, Alter­tü­mer in Koblenz), ist selbst als Rui­ne noch beein­dru­ckend. Das neue Entree mit Aus­stel­lung von Fund­stü­cken und Mul­ti­me­dia­gui­de ver­wan­deln jeden Besuch zu einer span­nen­den Zeit­rei­se.

Jeweils am 4. Wochen­en­de im Sep­tem­ber fin­det all­jähr­lich ein gro­ßer mit­tel­al­ter­li­cher Markt auf der Har­den­burg statt.

Öff­nungs­zei­ten und wei­ter­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen kön­nen unter https://www.schloss-hardenburg.de/ abge­ru­fen wer­den.

Aus­kunft über die Geschich­te der Burg und des Orts­be­zirk Har­den­burg erhal­ten sie bei Hei­mat­ver­ein Har­den­burg e.V., Herrn Rein­hold Höhn, Kai­sers­lau­te­rer Stra­ße 295, 67098 Bad Dürk­heim, Tel.: 06322–64622